Geschichte der Bundesmusikkapelle Ellbögen

Nikolaus Knoll, Lehrer in St. Peter von 1846 – 1851, gründete eine Chor- und Feldmusik. Leider finden sich dazu sehr wenige Aufzeichnungen. In den „Innsbrucker Tagebüchern“ wird erwähnt, dass die Kapelle 1848 am kaiserlichen Hof in Innsbruck anwesend ist, allerdings mit mäßigem Erfolg: „Die ärmliche Ellbögner Bande spielt die Volkshymne, die eher einem Miserere gleicht.“

1863 wird die „sehr brave Musikbande von Ellbögen“ anlässlich der Schießstanderöffnung in Vill hochgelobt und versetzt das Publikum in Staunen.

Der damalige Kapellmeister war der Lehrer Michael Reitmair. Ca. 20-25 Männer spielten damals in erster Linie bei Ausrückungen kirchlicher Natur

(Prozessionen, Chormusik) und erst in zweiter Linie Unterhaltungsmusik (Konzerte in Gasthäusern).

Um 1874 war Johann Rinner, vulgo „Portn Hans“, Kapellmeister.

Am 27. Sept. 1896 beteiligen sich die Ellbögener am großen Festumzug zur Erinnerung an die 1796 erfolgte Weihe des Landes Tirol an das Herz Jesu mit weiteren 70 Kapellen. Schöne damals wurde die Kapelle dem heutigen Musikbezirk Wipptal zugerechnet.

1901 übernahm Andrä Scheiber, „Valtes Ander“ die Musikkapelle und führte sie während der beiden Weltkriege bis 1953. Nachdem bekannt 1901 übernahm Andrä Scheiber, „Valtes Ander“ die Musikkapelle und führte sie während der beiden Weltkriege bis 1953. Nachdem bekanntwurde, dass er Kapellmeister war, wurde er nach einem Heimaturlaub während des1. Weltkrieges sehr freundlich in Innichen begrüßt und dort als Organist engagiert.

Bereits 1911 wurde die Musikkapelle Ellbögen in die Wipptaler Tracht eingekleidet. Die Ausbildung der Musikanten lag damals vor allem in den Händen des Kapellmeisters. Einige Mitspieler dienten aber auch bei der Militärmusik und erhielten dort eine gute Ausbildung. 1954 übernahm der Schuhmachermeister und spätere Gemeindesekretär Peter Schaiter die Leitung der Musikkapelle. Er war auch Organist und Chorleiter der  Pfarre St. Peter.

Schon 1954 hatte man die gesamte Kapelle von der „Hohen Stimmung“ auf die „Normalstimmung“ umgestimmt. Dabei hatten die Musikanten recht beträchtliche Beträge aufzubringen.

1957 wurde in Ellbögen zum ersten Mal das Bezirksmusikfest auf der „Angerer Buite“ veranstaltet und wurde ein großer Erfolg.

Unter der Leitung des „Kohler Peter“ wurden schöne und auch große Erfolge gefeiert. Die ersten Auslandsreisen wurden durchgeführt. Die weiteste führte sogar über das Ruhrgebiet hinaus nach Flyn.

1974 war die Musikkapelle zum zweiten Mal Veranstalter des Bezirksmusikfestes. Unter der Leitung von Obmann Ing. Max Tanzer wurde in St. Peter ein 3-tägiges Fest gefeiert. Der damalige Kapellmeister Josef Eller, „Schmiedler Seppl“, welcher die Musikkapelle von 1974 – 1980 dirigierte, betrieb eine systematische Verjüngung der Musik, welche von seinem Nachfolger Willi Vogler noch stark forciert wurde.

Unter der Leitung von Willi Vogler wuchs die Kapelle von ca. 35 Mann im Jahre 1980 auf über 50 Mann im Jahr 1990.

Eine Auslandsreise führte die Kapelle 1987 nach Wesel in Norddeutschland, wo sie in der ausverkauften Niedderhein-Halle einen riesen Erfolg feierte. Es folgte sogar ein Berichtauf der Titelseite der Weseler Zeitung. Kontakte und gegenseitige Besuche mit der Weseler Bevölkerung bestehen heute noch. Eine weitere Konzertreise führte 1988 nach Wien zum Bundesmusikfest.

Das Bezirksmusikfest 1987 wurde zwar von der Musikkapelle Ellbögen veranstaltet, musst aber leider auf Grund des fehlenden Musikpavillons in Matrei stattfinden.

1991 legte Willi Vogler sein Amt zurück und Werner Mayr (damaliger Chorleiter) übernahm die Leitung der Musikkapelle. Er war damit allerdings anscheinend nicht „ausgelastet“ und so studierte er neben seiner Arbeit und Musikkapelle und bekam den Doktortitel. Heute ist er nicht nur Kapellmeister der MK Ellbögen, sondern auch Landesverbandskapellmeisterstellvertreter.

Durch die Musikschule des südöstlichen Mittelgebirges, welche 1992 ihre Tätigkeit in Ellbögen aufnahm, kamen viele neue junge Musikerinnen und Musiker dazu.

Der Höhepunkt eines Musikjahres war natürlich weiterhin das Frühjahrskonzert, welches bis zur Fertigstellung des neuen Gemeindesaals 1998 im Kongresshaus Igls stattfand.

Das neue Jahrtausend begann für die Musikantinnen und Musikanten sehr ereignisreich. 2001 fand der ORF-Landesblasmusikwettbewerb statt. Die Musikkapelle Ellbögen gewann in der Blaike in Völs in ihrer Wertungsgruppe und durfte deshalb am Finale im Congress Innsbruck teilnehmen, wo sie den 2. Platz errang.

Das Bezirksmusikfest 2002 konnte wieder in der Heimatgemeinde stattfinden, da sich zahlreiche Musikanten, sowie Helfer aus anderen Vereinen, bereit erklärten, den neuen Pavillon zu errichten. Die Finanzierung erfolgte durch die Gemeinde. Der volle Einsatz der Musikerinnen und Musiker, unter Obmann Alois Auer „Kaltn Luis“, wurde auch vom Wettergott gewürdigt. Nach 2 Tagen Wind und Regen, marschierten die teilnehmenden Kapellen bei Kaiserwetter am Sonntag von Mühltal nach St. Peter zum Festplatz. Über 2000 Gäste erfreuten sich an musikalischen Bestleistungen. Hierzu sei zu erwähnen, dass die Musikkapelle Ellbögen seit Jahren bei Wertungsspielen in der Leistungsstufe D antritt und dort meist einen der ersten Plätze belegt.

Ein weiteres Highlight war sicher auch die Teilnahme an den Veranstaltungen rund um den Tiroler Ball in Wien 2008.

Beim Frühjahrskonzert 2010 erfolgte eine Uraufführung der „Böhmischen Skizzen“ von Josef Jiskra.

2012 veranstaltete die Musikkapelle Ellbögen das Bezirkswertungspiel. Beim Bezirkswertungsspiel konnte eine Goldmedaille mit Auszeuchnung in der Stufe C erspielt werden.

Die Musikkapelle Ellbögen konnte bei der Marschmusikbewertung im Juni 2013 die Tageshöchstpunkte erreichen. Im Rahmen des Marschmusikwettbewerb nahmen 17 Kapellen aus dem Musikbezirk teil. Zudem konnte die Ellbögner Jungmusik beim Abend der Jugend einen ausgezeichneten 3. Platz erreichen.

Beim Frühjahrskonzert 2014 konnte die Musikkapelle Ellbögen mit der Symphony No. 1 „The Lord of the Rings von Johan de Meij brillieren. Der Komponist gratulierte der Musikkapelle Ellbögen dazu in einer Videobotschaft. 

Kapellmeister Bernhard Schlögl gestaltete musikalische Jahr 2015 als sehr herausfordernd für die Musikapelle Ellbögen.

Ds Frühjahrskonzert  2015 stand unter dem Motto Elements of Nature.  Dabei konnte die Musikkapelle Ellbögen die Zuschauer mit symphonischer Blasmusik wie bspw. „Terra Vulcania“ von Otto M. Schwarz  begeistern.

Beim Bezirkswertungsspiel 2015 trat die Musikkapelle Ellbögen erstmalig und als einzige Kapelle des Musikbezirkes in der Kategorie D (schwierig) an


Die Musikkapelle Ellbögen konnte im Rahmen des Wertungsspieles Gold mit Auszeichnung  in der Kategorie D erspielen und erreichte somit die beste Wertung des gesamten Musikbezirkes. Zudem Gratulieren wir unserem Euphonium-Register zum Registerpreis für besonders klangschönes und homogenes musizieren in der Kategorie D

Beim Landeswertungsspiel 2015 in Tirol trat die Musikkapelle Ellbögen  wiederum erstmalig in der Kategorie D an und konnte eine Goldmedaille erspielen.

Im Oktober wurde Kapellmeister Bernhard Schlögl das Dirigentenabzeichen in Gold verliehen.

2016 führte die Musikkapelle Ellbögen eine Frühjahrskonzertreihe durch. Somit konnte das herausfordernde Programm einerseits in Roppen als auch in Ellbögen dargeboten werden. Das Früjharskonzert stand unter dem Motte „Heimat – Menschen – Kulturen“. Die musikalischen Highlights der Konzertreihe waren u.a. die armenischen Tänze (part 1) von Alfred Reed, der Slawische Tanz Nr. 8 von Anton Dvorak sowie der Konzertmarsch Sieben Seen von unserem Kapellmeister Bernhard Schlögl.

Die Musikapelle Ellbögen hat derzeit ca. 60 Mitglieder, 6 Marketenderinnen sowie über 20 unterstützende Mitglieder.

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